Frühjahrskonzert des Bergstraßen-Gymnasiums verführt mit zauberhaften Klängen
Musik als ein sinngebendes und somit unersetzliches Elixier des Menschen - der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche verstand es trefflich, die essentielle Bedeutung dieser musischen Kunst in Worte zu fassen. Das zu erwartende ästhetische Erlebnis bewog wohl auch die Freunde der Musik, der Einladung der Musik-Ensembles des Hemsbacher Bergstraßen-Gymnasiums so zahlreich nachzukommen Am Donnerstag, dem 25. März, spielten im Bonhoeffer Gemeindezentrum Big-Band, Concertino und Chor in ihrem alljährlichen Frühjahrskonzert gemeinsam auf.
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Während des abwechslungsreichen Programmes, das immer wieder auf Momente der Vereinigung zwischen den Ensembles ausgelegt war, konnten die über 65 mitwirkenden Schüler unter der Leitung der beiden Musiklehrerinnen Anette Abkai und Maria Löll zeigen, was sie in den vergangenen Wochen und Monaten alles erlernt und gemeinsam einstudiert hatten.
Den Anfang machte der Chor unter der Leitung von Maria Löll, indem er sein genreübergreifendes Repertoire präsentierte, das von dem rauen und rockigen Stück „Pretender“ der populären Band Foo Fighters über den deutlich ruhigeren Song „Happy Ending“ des Popkünstlers Mika bis hin zu dem Beatles-Klassiker „Drive my Car“ eine große musikalische Bandbreite abdeckte. Bei der Zusammenstellung der Lieder stach vor allem das im 16. Jahrhundert komponierte Liebeslied „Come Again“ hervor, denn der Chor war mit dieser anspruchsvollen Form des traditionellen Chorgesangs stimmlich geradezu vor eine Herausforderung gestellt. Ebenso souverän, wie der Chor diese Schwierigkeit meisterte, gaben sich einige Schüler beim Singen der zahlreichen Solopassagen, die zu bewältigen nicht nur ein gesteigertes Maß an Mut erforderten, sondern auch im Vorfeld konzentriertes Arbeiten an der eigenen Stimme verlangt hatten.
Das Concertino zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite. Dieser Instrumentalgruppe aus Streichern und Bläsern gelang es trotz zahlreicher Neuzugänge und dem altersbedingt unterschiedlichen Erfahrungsstand, eine äußerst überzeugende Leistung zu erbringen. Besonders bei Brahms‘ schwungvollem Stück „Ungarischer Tanz“, das von dem Praktikanten Johannes Weis dirigiert wurde, sprang der Funke der Euphorie auf die Zuhörer über, sodass sich in deren Gesichtern die Lust zu tanzen widerspiegelte. Angeregt durch eine schnelle Version des Stücks, spornten sie dann auch das Concertino und die unterstützende Big-Band mit Klatschen und Pfeifen zu weiteren Höchstleistungen an. Des Weiteren wurde Dvoraks spöttisch klingende „Humoreske“ zum Besten gegeben, dieses Mal von der Schülerin und Musikmentorin Alina Weißer geleitet.
Anschließend war es Aufgabe der Big-Band, den finalen Teil des Programms zu gestalten, und sie präsentierte sich, dirigiert von der Musiklehrerin Anette Abkai, in Hochform. Mit neuen Stücken und noch mehr Energie als im letzten Jahr gelang es der Gruppe, auch Schwierigkeiten wie das vorwärtspreschende Tempo des Stückes „What is Hip“ (S. Kupka) mühelos zu bezwingen. Ganz im Gegensatz zu der bei diesem Lied vorherrschenden musikalischen Schnelligkeit verströmte das Ensemble bei „Over The Rainbow“ (E.Y. Harburg) ein Gefühl zarter Melancholie. Nach diesem etwas ruhigeren Höhepunkt des Abends nahm der „Mystic Traveler“ (M. Sweeny) das Publikum mit auf seine Reise durch die Weiten des klanglichen Genusses. Die Früchte, die die zahlreichen Proben – auch am Wochenende – getragen hatten, offenbarten sich nicht nur in viel Detail- und Ausdrucksarbeit sowie dem gelungenen Zusammenspiel aller Stimmen, sondern auch in den brillanten Soloeinlagen von Joachim Stopp und Simon Hain an Tenorsaxophon und Gitarre.
Hellauf begeistert dankte Schulleiterin Angelika Keßler-Hauß den beiden Musiklehrerinnen und allen Beteiligten. Danach war es Zeit, die scheidenden Schüler der dreizehnten Jahrgangsstufe aus den AGs zu verabschieden. Diesen Wermutstropfen linderte jedoch deren Erkenntnis, unendlich viel Spaß bei der teilweise Jahre währenden Ensemblearbeit gehabt zu haben. In der Stärke der Beifallsbezeugungen des Publikums für alle, die teilgenommen hatten, äußerte sich der Nachklang eines genussvollen Abends, der gleich einem Zaubertrank die Sinne zu berauschen vermocht hatte.
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Verfasst von Leonie Kleinknecht, Christoph Lauer, Anna Mayer und Robin Sättele, Kl.13, Presseteam Marianne Pabst-Compart


