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Meist werden sie nur zu kleinen Einsätzen gerufen, die Schulsanitäter am
Bergstraßen-Gymnasium. Dennoch ist einer der zeitaufwändigen Punkte die
Vorbereitung auf und die Ausbildung für Notfälle. Es gilt, auch für den
Notfall des Versagens der Vitalfunktionen gewappnet zu sein und eine
erfolgreiche Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durchführen zu können. Diese
sofort einsetzende Maßnahme durch Ersthelfer ist der wesentliche Bestandteil
der Rettungskette und nicht ersetzbar. Hierzu werden auch technische
Hilfsmittel wie ein automatischer externer Defibrillator (AED) eingesetzt. Am
Bildungszentrum Hemsbach ist ein solches Gerät einsatzbereit.
Die Rot-Kreuz-Bereitschaften der Gemeinden Laudenbach wie auch Hemsbach
verfügen über Übungsgeräte, mit denen der Umgang mit dem oft kurz Defi
genannten AED trainiert werden kann. Nach Absprache zwischen dem
Erste-Hilfe-Ausbilder und Betreuer der Schulsanitäter, Herrn Heußer und dem
Bereitschaftsführer Herr Albert Werner in Laudenbach trafen sich die
Schulsanitäter des Bergstraßen-Gymnasium an einem Montagabend im
Feuerwehrhaus in Laudenbach, um dort mit dem Übungsgerät der Gesamtablauf der
HLW eingehend trainieren zu können und so die Ausbildung des
Erste-Hilfe-Kurses zu vertiefen und zu erweitern.
An diesem Abend konnte ein Gerät genutzt werden, das baugleich ist zu dem im
Bildungszentrum verfügbaren AED. Dieser AED gibt mit einer leicht blechernen,
aber deutlichen Stimme alle notwendigen Anweisungen bis zum Umgang mit den
Klebeelektroden und dem Wegtreten vom Patienten, sollte ein Elektroschock
notwendig sein. Der AED ersetzt nicht die vom Ersthelfer durchzuführende
Herz-Lungen-Wiederbelebung, sondern unterstützt diese sehr wirkungsvoll bis
zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Die Veranstaltung bis spät in den Abend (ein Dank an die Eltern, die die
Schüler ans Feuerwehrhaus brachten und wieder abholten) zeigte, dass die
Schulsanitäter die Scheu vor dem Einsatz des Gerätes abgelegt haben und mit
diesen neuartigen Geräten vertraut wurden, so dass sie in einem Ernstfall
damit sicher umgehen können – wobei wir alle die Hoffnung haben, dass dieser
Notfall nicht eintritt.
Theo Heußer, Bergstraßen-Gymnasium